Paul Lincke

 

 

 

Paul Lincke mit Narrenkappe? Der berühmte Komponist ist doch eher bekannt als Schöpfer der Berliner Operette. Noch zur Kaiserzeit komponierte er Klassiker wie die "Berliner Luft", das "Glühwürmchen-Idyll" oder die "Folies Bergère". Weniger bekannt ist hingegen, dass Paul Lincke auch recht starke Beziehungen ins Rheinland und nach Köln hatte.

 

So reiste er regelmäßig zum Karneval nach Köln, wo er besonders gerne die Sitzungen der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft besuchte. Aufgrund der engen freundschaftlichen Beziehungen zu dieser Gesellschaft widmete Paul Lincke der "Großen Kölner" und ihrem Präsidenten Josef Wingender eine ganze Reihe von hervorragenden Büttenmärschen. Oft dirigierte er bei dieser Gelegenheit die Kapelle von Fritz Hannemann, mit dem ihn eine jahrzehntelange Freundschaft verband. Aus diesem Grund befinden sich auch heute noch einige Werke Paul Linckes im Standard-Repertoire der Stadtkapelle.

 

 

 

 

 

 

Schon der junge Willi Ostermann hatte zu Beginn seiner Karriere eigene Reime auf bereits etablierte Operetten-Schlager getextet, wie etwa das Lied "Kinddauf unger Krahnebäume". Die populäre Milieubeschreibung hatte er auf die Melodie des Operetten-Gassenhauers "Im Liebesfalle" gedichtet. Bereits als 17-Jähriger hatte Ostermann einen seiner ersten großen Erfolge mit dem Lied vom "Düxer Schötzefess", für welches er wiederum die Melodie von Paul Linckes "Jahrmarktsrummel" genutzt hatte.

 

Paul Linckes Liebe zum Rheinland fand in seiner im Jahr 1900 veröffentlichten Operette "Fräulein Loreley" ihren ganz eigenen Ausdruck. Aus dieser schwungvollen Operette, deren Handlung vorallem auf und rund um den mythischen Drachenfels bei Königswinter spielt, werden bis heute der besonders prächtige Festmarsch "Vater Rhein" sowie das verspielte "Zahnradbahn-Couplet" gerne gespielt.

 

 

 

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© Stadtkapelle Köln - Kölner Blasorchester 1893