Köbes Zimmermann

 

 

Die Figur des Tambourmajors genießt in Köln und im Rheinland bis heute einen besonderen Stellenwert. Der Tambourmajor marschiert an der Spitze der Musikkapelle, den Tambourstab in der Hand, mit dem er die Zeichen zum Einsetzen oder Abreißen des Spiels gibt. Er ist das personifizierte Aushängeschild der traditionellen Korpsmusik.

 

Einer der legendärsten Tambourmajore des Kölner Karnevals war der vom Niederrhein stammende Köbes Zimmermann. Seine exakte Zeichengebung, seine hohe Musikalität und sein schneidiges Auftreten waren im gesamten Rheinland bewundert und geschätzt. Daher verpflichtete ihn Christian Reuter Anfang der 1950er Jahre als seinen Tambourmajor an der Spitze der Kapelle der Prinzen-Garde. Eine Position, die Köbes Zimmermann über 20 Jahre lang ausfüllen sollte wie kaum ein anderer.

 

Sein Handwerk hatte Zimmermann einst beim Wachregiment in Berlin erlernt, wo er unter dem populären Musikmeister Ahlers seinen Dienst tat. Später kehrte er in seine niederrheinische Heimat zurück, wo er als namhafter Ausbilder ganze Generationen von Spielleuten geprägt hat und auch als Arrangeur für Spielmannsmusik einen hervorragenden Ruf genoss.

 

 

 

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© Stadtkapelle Köln - Kölner Blasorchester 1893