Der Kesselpauker Elo Sambo war in den späten 1920er Jahren ein echtes kölsches Original. Geboren in der einstigen deutschen Kolonie Kamerun, war Sambo vor dem Kriege Pauker bei den Potsdamer Leibgarde-Husaren gewesen. Militärmusiker mit afrikanischen Wurzeln waren in der preußischen Armee keine Seltenheit. Der bekannteste unter ihnen war Gustav Sabac el Cher, der sogar als Militärkapellmeister Karriere machen konnte. Im Jahr 1914 rückte Elo Sambo mit seinem Regiment ins Feld und geriet zum Ende des Krieges in britische Kriegsgefangenschaft. Aus dieser entlassen, kehrte Sambo umgehend nach Deutschland zurück und trat, wiederum als Kesselpauker, in die Reichswehr ein. Doch nur wenige Jahre später verlor er, ebenso wie tausende weitere Militärmusiker, aufgrund der Verkleinerung der Streitkräfte seine Anstellung und wurde arbeitslos. Er blieb in Deutschland und arbeitete zunächst als Fremdenführer in den Potsdamer Parks und Schlössern. Über Umwege holten ihn alte Kameraden schließlich nach Köln, wo er ab 1926 beim Musikkorps des Garde-Vereins wieder in seinem angestammten Beruf als Musiker arbeiten konnte. In den Folgejahren eröffnete der Kesselpauker mit der "Berliner Schnauze" stets hoch zu Ross mit dem Musikkorps des Garde-Vereins als Kapelle der Blauen Funken den Rosenmontagszug.
Elo Sambo war ein allseits beliebter und geschätzter Musiker, so dass er neben seinem Engagement beim Musikkorps des Garde-Vereins gelegentlich auch in der Kapelle von Hermann Schmidt mitwirkte. Der Historiker Dr. Helmut Keßler erinnerte sich: "Er war in Köln bekannt wie ein bunter Hund und vor allem die Kinder verehrten ihn geradezu. Im Frühjahr 1933 starb Elo Sambo eines natürlichen Todes und entging somit jeglicher Bedrängung wegen seiner Hautfarbe durch die nationalsozialistischen Machthaber. Seine Beisetzung auf dem Kölner Südfriedhof geriet zu einem eindrucksvollen Ereignis. Zwei vormalige Angehörige des Leibgarde-Husaren-Regiments trugen hinter dem Sarg den Kranz, den der abgedankte Kaiser Wilhelm II. aus seinem holländischen Exil geordert hatte. Ihnen folgten Abordnungen aller Kölner militärischen Traditionsgemeinschaften, voran die des Garde-Vereins. Die Fahnen- und Standartenträger und ihre jeweils zwei Begleiter trugen die farbenprächtigen Friedensuniformen des kaiserlichen Heeres von vor 1914. Zu Ende gegangen war der Lebensweg eines Mannes, der mit seinen Auftritten als brillanter Musiker große Aufmerksamkeit und wegen seiner menschlichen Qualitäten hohe Wertschätzung erfahren hatte."