Karneval

 

Das große Fest der Kölner ist der Karneval. Jedes Jahr zwischen dem Dreikönigstag und Aschermittwoch findet in den großen Kölner Festsälen der Sitzungskarneval statt. An Weiberfastnacht (dem Donnerstag vor Rosenmontag) beginnt dann der Straßenkarneval, zu dem die traditionelle Musik des Karnevals in den Gassen und auf den Plätzen der Kölner Innenstadt zum Klingen kommt.

Der Karneval ist fundamentaler Bestandteil der Kölner Kultur und des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Entsprechend hoch ist der Stellenwert der Karnevalsmusik in Köln. Die Entwicklung dieser Musik nahm ihren Ursprung im 19. Jahrhundert, als es zunächst preußische Militärkapellmeister waren, welche mit selbstkomponierten Büttenmärschen und ersten Gassenhauern eine eigenständige Form der kölschen Karnevalsmusik entwickelten. Ihnen folgten die Kapellmeister der Kölner Zivilkapellen, allen voran Hermann Schmidt und Fritz Hannemann, dem wir u.a. den Klassiker "Kölsche Mädcher, kölsche Junge, sin dem Herrgott jot jelunge." verdanken. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten dann zahlreiche Krätzchensänger und sogennante Dichterkomponisten diese Form des kölschen Liedes immer weiter. Ab den 1970er Jahren traten mit den "Bläck Fööss" und den "Höhnern" die ersten kölschen Bands im Karneval auf. Seither entwickelt sich die kölsche Karnevalsmusik unaufhaltsam weiter und erreicht eine immer größere Bandbreite in Form und Stil.

Doch bei aller Entwicklung hin zum Party-Event-Karneval gilt es die traditionellen Werte und Güter der karnevalistischen Musik zu bewahren und am Leben zu erhalten. Die Stadtkapelle Köln pflegt daher besonders die traditionelle Karnevalsmusik. Diese umfasst neben den Krätzchen und Milieubeschreibungen der großen Kölner Meister auch die charakteristische Musik der neun Kölner Traditionskorps.

 

 

 

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